28.03.2019

Presseartikel

Start frei für das „Grüne Kraftwerk“

Firmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet setzen auf Solarenergie und Blockheizkraftwerke.


Frankfurt am Main, 28.03.2019. Welche Firmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet in Frankfurt Fechenheim-Nord/Seckbach erzeugen schon selbst Solarstrom? Wo laufen klimafreundliche Blockheizkraftwerke für Wärme und Strom? Das „Grüne Kraftwerk“ macht ab sofort unter www.frankfurter-osten/kraftwerk.de sämtliche regenerative Energiequellen sichtbar.

Den Startschuss für den neuen Klimaschutz-Baustein gaben gestern Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Wirtschaftsdezernent Markus Frank. Sie nahmen das Grüne Kraftwerk symbolisch auf dem Gelände der Carl Friederichs GmbH, die seit Anfang 2019 eine neue PV-Anlage zum grünen Kraftwerk beiträgt, in Betrieb. Die Idee des „Grünen Kraftwerks“  wurde vom städtischen Kooperationsprojekt „Nachhaltiges Gewerbegebiet“, zu dem die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, das Energiereferat und das Stadtplanungsamt zählen, zusammen mit der Standortinitiative FFN e.V und der WJF Ingenieursgesellschaft entwickelt.

Das „Grüne Kraftwerk“ soll der regenerativen Energieerzeugung im Nachhaltigen Gewerbegebiet einen weiteren Schub verleihen. Ziel ist es, dass die derzeitig installierte Leistung i. H. v. ca. 1,4 Megawatt Peak (MWp) bis 2025 verdoppelt wird. Aktuell sind bereits ca. 15 PV-Anlagen im Gebiet installiert. Aber auch andere regenerative Energieerzeugungsmethoden finden sich im neuen fiktiven „Kraftwerk“, beispielsweise Blockheizkraftwerke. „Im gewerblichen Sektor steigt leider immer noch der Energieverbrauch“, sagte Rosemarie Heilig. „Umso wichtiger wird die Erzeugung von Photovoltaik-Strom für die Erreichung unserer Klimaschutzziele. Ich danke daher der Carl Friederichs GmbH für ihr Engagement und der Standortinitiative FFN e.V. für die Idee des Grünen Kraftwerks“. Stadtrat Markus Frank ergänzt: „Die Umsetzung zeigt, dass unser umfangreiches Engagement vor Ort bereits eigenständige Projekte anstoßen konnte. Dadurch erzeugt das Pilotprojekt Nachhaltiges Gewerbegebiet einen immer größeren Mehrwert für die Unternehmen sowie für die gesamte Stadt und schafft gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal, welches bundesweite Beachtung findet“.

Photovoltaik kommt besondere Bedeutung zu

Die Photovoltaik (PV) zählt zu einer der wichtigsten regenerativen Energiequellen für die Stadt Frankfurt am Main. Bis zum Jahr 2050 soll der Anteil der Photovoltaik an der Gesamt-energieerzeugung zirka 20 Prozent betragen. Das Energiereferat bietet den Unternehmen des Gewerbegebiets eine kostenlose PV-Beratung an, welche in Kooperation mit der WJF Ingenieursgesellschaft aus Fechenheim-Nord erfolgt. Die Carl Friederichs GmbH hat Anfang 2019 eine neue PV-Anlage mit einer Nennleistung von ca. 246 kWp installiert und nutzt den so generierten Strom für die eigene Produktion. Dies deckt ca. 40 Prozent der benötigten Energie ab.  „Unsere neue PV-Anlage bietet uns ökonomische und ökologische Vorteile“, sagt Stephan Berger, Geschäftsführer der Carl Friederichs GmbH. „Daher sind wir gerne bereit, unseren Beitrag zum Grünen Kraftwerk für unser Gewerbegebiet und unsere Stadt zu leisten“.

Nachhaltiges Gewerbegebiet ist bundesweit Vorzeigeprojekt

Das Projekt „Nachhaltiges Gewerbegebiet“ wurde Ende 2017 mit einer Laufzeit von zunächst fünf Jahren ins Leben gerufen. Ziel ist die nachhaltige Gestaltung des Gebiets zusammen mit den Unternehmen vor Ort. Hierzu haben ein Standort- und ein Klimaschutzmanager die im Mai 2018 erfolgte Gründung der Standortinitiative FFN e.V. (Frankfurter Osten nachhaltig) begleitet, die inzwischen 38 Mitglieder hat und für eine Fortsetzung der Nachhaltigkeitsaktionen auch über die fünf Jahre hinaus mit Sorge tragen wird. „Wir haben uns zusammen mit der Stadt Frankfurt und der Wirtschaftsförderung auf den Weg gemacht, unser Gewerbegebiet zukunftsfähig zu gestalten. Dazu zählt für uns unter anderem ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz. Dies soll sich im Grünen Kraftwerk widerspiegeln“ erklärte Stella Schulz-Nurtsch, Vorsitzende der Standortinitiative FFN e.V. Sie übergab der Carl Friederichs GmbH eine Urkunde für die Beteiligung am Grünen Kraftwerk. Die konzeptionelle und technische Umsetzung der Plattform hat die Zero Emission GmbH übernommen.

Klimaschutz-Ziele der Stadt Frankfurt am Main

Die Stadt Frankfurt am Main verfolgt als Masterplan-Kommune das Ziel, bis zum Jahr 2050 den Gesamtenergieverbrauch auf dem Gemeindegebiet zu halbieren und den verbleibenden Energiebedarf vollständig aus erneuerbaren Energien zu decken, weitestgehend aus dem Stadtgebiet, der Region und dem Land Hessen. Zeitgleich sollen die Treibhausgasemissionen um rund 95 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 gesenkt werden.

Weitere Informationen

www.frankfurter-osten.de

Über das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main

Das Energiereferat ist die kommunale Energie- und Klimaschutzagentur der Stadt Frankfurt am Main. Das Energiereferat bietet Frankfurter Haushalten, Unternehmen, Bauherren und Investoren unterschiedliche Beteiligungs- und Beratungsmöglichkeiten an. Weitere Informationen unter: www.energiereferat.stadt-frankfurt.de

Über das Team Frankfurt Klimaschutz 2050

Die Klimaschutzmarke „Team Frankfurt – Klimaschutz 2050“ steht als Dach über den bereits vorhandenen Projekten, Aktionen und Kampagnen, die das Energiereferat bereits seit vielen Jahren erfolgreich durchführt. Ziel der Wort-Bild-Marke ist es, die zahlreichen Angebote inhaltlich unter ein gemeinsames Dach zu stellen, damit nach innen und außen klar ist, dass die zahlreichen Einzelprojekte in ein gemeinsames Ziel einzahlen: den Klimaschutz in Frankfurt am Main. www.klimaschutz-frankfurt.de

 

Über die Standortinitiative
Gemeinsam stark – ein Standort kann nur durch das Mitwirken aller funktionieren. Deshalb haben 2018 insgesamt 30 Unternehmen als Gründungsmitglieder die Standortinitiative FFN e. V. (FrankFurter Osten Nachhaltig) ins Leben gerufen. Kooperation, Kommunikation und Vernetzung sind die Schwerpunkte dieser starken Gemeinschaft von Unternehmen für Unternehmen, die eng mit dem Standortbüro der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und dem Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main zusammenarbeitet. Gemeinsames Ziel: Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Standorts schaffen und voneinander profitieren. www.frankfurter-osten.de

 

Über die Wirtschaftsförderung

Als 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Frankfurt am Main ist es das Ziel der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH, Wachstum und Arbeitsplätze in Frankfurt zu schaffen. Die Wirtschaftsförderung bietet aktive Firmenberatung und verfolgt clusterbezogene Ansiedlungsstrategien. Als Beratungs- und Servicestelle für Frankfurter Unternehmen, ausländische Investoren und Existenzgründer unterstützt die Wirtschaftsförderung bei den erforderlichen Schritten bis zur Geschäftseröffnung in Frankfurt. Unabhängig von Unternehmensgröße und Branche bietet die Wirtschaftsförderung schnellen Zugang zu Informationen, Institutionen und Kontakten und unterstützt bei einem reibungslosen Marktzugang. www.frankfurt-business.net

 

Über die Zero Emission GmbH
Die Umweltexperten von Zero Emission entwickeln bundesweit In­dus­trie-, Gewerbe- und Stadtquartiere nach Zero Emission Stan­dards. Hier­bei wird ein ganzheitlich nachhaltiger Ansatz verfolgt. Kon­zepte zu Auf­ent­haltsqualität, Energiesparen, Verkehrsreduktion, Gewerbegebietsmanagement und Ko­ope­ration stehen dabei ebenso im Fokus wie eine nach­haltige Strom- und Wärme­versorgung oder die Nutzung von Re­gen­wasser – Zero Emission ist öko­log­isch, ökonomisch und sozial! www.zeroemissiongmbh.de

 

Pressekontakt Energiereferat

Ulrike Wiedenfels Tel.: 069 / 212-73340 & Andreas Steffen   Tel.: 069 / 212-44568

presse.energiereferat@stadt-frankfurt.de

Stadt Frankfurt am Main, Energiereferat, Adam-Riese-Straße 25, 60327 Frankfurt am Main

 

Pressekontakt Standortinitiative FFN e.V.

presse@195.154

 

Pressekontakt WJF Ingenieursgesellschaft

David Büchmeier, Tel.: 069 94 13 79 53, Mobil.:0174 8417918

d.buechmeier@wjf-ing.de

WJF Ingenieurgesellschaft, Sontraer Straße 3, 60386 Frankfurt

 

Fotos:

BU: Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen, Stephan Berger, Geschäftsführer Carl Friederichs GmbH, Stella Schulz-Nurtsch, Vorstandsvorsitzende der Standortinitiative FFN e. V. sowie Wirtschaftsdezernent Markus Frank (v. l. n. r.) nehmen das Grüne Kraftwerk in Betrieb.

Quelle: Energiereferat / Salome Roessler

BU: Das „Grüne Kraftwerk“ zeigt die Quellen für regenerative Energien im Gewerbegebiet Frankfurt Fechenheim-Nord/Seckbach.

Quelle: Zero Emission GmbH

Tobias Löser

Author: Tobias Löser

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