Nach den Sommerferien startete der Unternehmensstammtisch in dem altbekannten Format: Benachbarte Unternehmer:innen treffen sich bei einem ansässigen Unternehmen und lernen dieses besser kennen.
Im September war die Carl Friederichs GmbH der Gastgeber.
Das Unternehmen existiert seit 1840 und hat damals noch Kutschen gebaut. Als dann Autos aufkamen, kam eine neues Arbeitsfeld hinzu und irgendwann spielte der Kutschenbau gar keine Rolle mehr. Schon wenn man auf das Gelände kommt, kann man staunen. Denn hinter der Einfahrt und dem Bürogebäude, das man von der Straße aus sehen kann, erstreckt sich ein großes Areal mit mehreren Hallen und spannenden Aufgabenfeldern.
Frank Schülke führte die kleine Gruppe durch drei Werkshallen mit den jeweiligen Geschäftsfeldern der der Carl Friederichs GmbH.

In der ersten Halle werden Unfall- und Leasingfahrzeuge in Stand gesetzt. Besonders im Bereich Karosserie-Ausbesserung arbeiten speziell ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter:innen .

In der zweiten Halle stehen zurzeit mehrere große LKWs mit Bankfilialen auf dem Hänger. Die Nationalbank eines afrikanischen Landes hat diese rollenden Banken in Auftrag gegeben. Es gibt ausklappbare Treppen zu den zwei vollfunktionsfähigen Schaltern und dem eingebauten Geldautomaten, die mit Sicherheitskameras überwacht werden. Im Inneren dieser LKWs befindet sich noch ein Büro für Beratungsgespräche, eine kleine Teeküche und eine Toilette. Ähnlich den Bankfilialen, die es hierzulande manchmal bei Umbaumaßnahmen in Containern gibt – nur auf einem LKW.

Carl Friederichs baut Fahrzeuge nach Kundenwunsch um und aus. Seien es diese rollenden Bankfilialen, Feuerwehr- und Krankenwagen oder etwas ganz anderes. Alle Fahrzeuge, die ein verändertes Innenleben benötigen, das man nicht ab Werk bestellen kann, können hier umgebaut werden.
Eine Erweiterung dieser Sparte findet man in der letzten Halle, die an diesem Nachmittag geöffnet wurde: Spezial gepanzerte Fahrzeuge für Spezialeinheiten, Politiker:innen und Militär. Hier wird die Karosserie mit dicken Panzerplatten verkleidet, Scheiben mit Panzerglas ersetzt, die Achsen entsprechend verstärkt und dann wird der Prototyp im Zweifelsfall noch unter Beschuss genommen – allerdings nicht vor Ort. Damit erhalten die Fahrzeuge eine Klassifizierung.
Die Führung war spannend und es wurden viele Fragen gestellt und beantwortet. Die Diskussionen gingen dann noch im ‚Rad‘ in Seckbach weiter – dem gemütlichen Teil des Stammtischs.
Vielen Dank an Frank Schülke für die spannende Führung und an Carl Friederichs, dass Sie die Türen geöffnet haben.
Der „Stammtisch auf Augenhöhe“ ist ein Veranstaltungsformat für Unternehmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet, welches allen Interessierten die Möglichkeit bietet, das eigene Unternehmen vorzustellen sowie Einblicke in die vielfältige Unternehmenslandschaft am Standort zu erhalten.
Der nächste Unternehmensstammtisch findet am 09.10.2025 von 17 – 19 Uhr bei der Frankfurter Werkgemeinschaft (fwg) statt. Das Standortbüro und die Standortinitiative FFN e. V. laden in diesem Rahmen zu einer Infoveranstaltung zum Thema Solarenergie bei Unternehmen ein. Experten der LandesEnergieAgentur Hessen, Mainova, Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft und unser Klimamanager Claus Lauth informieren Sie zu entsprechenden Unterstützungsangeboten für Unternehmen im Bereich Solarenergie und stehen für Fragen zur Verfügung. Melden Sie sich gerne formlos per Mail bei Claus Lauth an (claus.lauth@stadt-frankfurt.de).







