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Nachhaltiges Gewerbegebiet auf hr-info

Unser Klimaschutzmanager Max Weber im Interview mit hr-info über seine Arbeit für das Nachhaltige Gewerbegebiet.

Umfassende Sanierungsmaßnahmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet: Stadt Frankfurt stellt Investitionsprogramm ‚Industriestraßen‘ vor

Mit dem Programm „Industriestraßen“ startet der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main ab 2018 umfassende Sanierungsmaßnahmen. Oberbürgermeister Peter Feldmann und die Stadträte für Verkehr und Wirtschaft, Klaus Oesterling und Markus Frank, haben das Programm am Donnerstag, 2. November 2017, im Industriegebiet Fechenheim vorgestellt.

Der sichtbare Entwicklungsbeitrag der Stadt Frankfurt am Main kann durch eine deutliche Verbesserung des baulichen Zustands und eine bedarfsgerechte Neuordnung der Straßenquerschnitte im Rahmen des „Industriestraßenprogramms“ erreicht werden.

Nach aktueller Schätzung würden im Projektbereich ca. 40,2 Mio. € zur Sanierung der Industriestraßen benötigt werden. Dies entspricht 53,8% der benannten Gesamtinvestitionen in Höhe von 75 Mio. €.

„Mit dem Programm investieren wir in die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Stadt. Durch den Sanierungsstau der letzten Jahre besteht dringender Handlungsbedarf, die Industriegebiete für die ansässigen und künftigen Unternehmen zu attraktivieren. Sobald die Mittel bewilligt sind, geht es direkt los“, sagte Wirtschaftsdezernent Frank.

Von 2018 bis 2021 sollen jährlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Die Jahresraten werden je nach Fortschritt der Planungen und Kosten für den Bau angepasst. Über den kommunalen Etat entscheidet die Stadtverordnetenversammlung voraussichtlich im März 2018.

Rückblick: 3. Impulsveranstaltung 24.10.2017

Die 3. Impulsveranstaltung hat im Rahmen der Initiative InkluJobs beleuchtet, wie Unternehmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet Menschen mit Behinderung die Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben geben und gleichzeitig einen Mehrwert für sich selbst erreichen können. In den neuen Räumen der Frankfurter Werkgemeinschaft e.V. (fwg) im Cassellapark konnten wir uns von den hochprofessionellen Dienstleistungen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in den Bereichen Druck- und Mailservice, Konfektionierung und Verpackung, EDV-Dienstleistungen oder Lager- und Versandwesen überzeugen. Darüber hinaus entstanden konkrete Ideen, wie Klienten aus der fwg und von den Praunheimer Werkstätten durch Schnuppertage, Praktika oder Ausbildung einen Einblick in die Arbeit von hier ansässigen Unternehmen gewinnen können oder wie Landschafts- oder Hausmeisterarbeiten aus dem Nachhaltigen Gewerbegebiet von Menschen mit Behinderung übernommen werden können. Und als Schmankerl durften wir die neue Kantine der fwg im Cassellapark kennenlernen, die 2018 ihre Türen auch für Gäste öffnet.

Vor Ort Termin zum Thema verkehrliche Erschließung

Am 20. September 2017 fand eine Befahrung des Nachhaltigen Gewerbegebietes mit Verantwortlichen der städtischen Verwaltung (Straßenverkehrsamt, Amt für Straßenbau und Erschließung, Referat für Mobilitäts- und Verkehrsplanung, Stadtplanungsamt, Wirtschafsförderung Frankfurt GmbH) statt. In diesem Rahmen erfolgten drei Unternehmensbesuche bei der Bischoff GmbH & Co. KG, Insatransport Speditions GmbH, sowie dem Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG..

Mit den städtischen Vertretern wurden an insgesamt zwölf Stationen, über generelle Herausforderungen hinaus, insbesondere konkrete Problemlagen diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass neben kurzfristig umsetzbaren Übergangslösungen – wie Fahrbahnmarkierungen, der Versetzung von Straßenschildern und der vermehrten Kontrollen der Stadtpolizei – nur durch eine Gesamtkonzeption die verkehrliche Erschließung der Gebiete nachhaltig verbessert werden kann. Das Standortmanagement wird sich weiterhin für die Verbesserung der verkehrlichen Erschließung einsetzen, damit eine nachhaltige und zukunftsfähige Entwicklung des Gebietes erreicht werden kann.

„Baden-württembergischer Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht das Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach“ ist gesperrt Baden-württembergischer Ministerpräsident Winfried Kretschmann besucht das Gewerbegebiet Fechenheim-Nord/Seckbach

Konzept zum Nachhaltigen Gewerbegebiet stößt auf bundesweites Interesse

In den Geschäftsräumen des Druck- und Verlagshaus Zarbock in der Sontraer Straße haben Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Geschäftsführer Ralf Zarbock am Nachmittag des 6. September den baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann empfangen. Der Grünen-Politiker hatte sich angekündigt, um sich über das Konzept und den Verlauf des Projektes „Nachhaltiges Gewerbegebiet“ zu informieren. Begleitet wurde der Ministerpräsident dabei von der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Frankfurter Grünen Ursula auf der Heide.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank zeigte in seinen Begrüßungsworten kurz die Entstehungsgeschichte der nachhaltigen Gewerbegebiete auf und verwies auf die damit aktuell verbunden Ziele. Die damalige Koalition im Frankfurter Römer hatte bereits in der Konzeptionsphase neben den klassischen Themenfeldern Energieeinsparung und Ökologie viele weitere Aspekte wie effiziente Flächennutzung, Kooperation der Unternehmen am Standort, ein arbeitnehmerfreundliches Umfeld sowie Maßnahmen zur Standortaufwertung in die Planung einfließen lassen. Der Wirtschaftsdezernent verwies in seinen Ausführungen dabei auch auf die besondere Situation, dass es sich im Falle von Frankfurt am Main um ein historisch gewachsenes Gewerbegebiet handle, welches man für das Pilotprojekt ausgewählt habe. „Das Nachhaltige Gewerbegebiet gibt uns die Möglichkeit, das Thema urbane Produktion für Frankfurt neu zu definieren und Flächen für gewerbliche Unternehmen zukunftsfähig zu entwickeln. Nachhaltigkeit bedeute in diesen Fall nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern vor allem zukunftsorientiert“ sagte Stadtrat Markus Frank.

Bei Zarbock steht das Thema Nachhaltigkeit schon länger fest verankert in der Unternehmensphilosophie. Für den Geschäftsführer des mittelständischen Familienunternehmens mit 60 Mitarbeitern ist es wichtig, gegenüber seinen Mitarbeitern Verantwortung zu zeigen. Daher hat er bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt die gesamte Produktion auf die Verwendung von pflanzliche Farben und Wasserlacken umgestellt. „Ökologie und Ökonomie waren lange Zeit Themen, die sich gegenseitig ausschlossen“, sagte Ralf Zarbock bei der Vorstellung seines Unternehmens. „Heute jedoch bedingen sich die beiden Schwerpunkte und sind eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches unternehmerisches Handeln.“ Der Unternehmer verwies dabei auf die Installierung einer LED-Lichtanlage in seinen Produktionshallen, deren Kosten sich dank Fördermitteln der Stadt Frankfurt und der damit verbundenen Energieeinsparung bereits nach anderthalb Jahren wieder amortisiert haben.

Am Ende der Führung zeigte sich Kretschmann beeindruckt von dem bisher Erreichten und den weiteren geplanten Maßnahmen im Nachhaltigen Gewerbegebiet Fechenheim Nord/Seckbach.

Pressemeldung der Wirtschaftsförderung Frankfurt 06.09.2017

Frankfurter Allgemeine Zeitung 06.09.2017: Kretschmann will wissen, ob Ökologie sich auch rechnet

Rückblick 2. Unternehmer-Werkstatt

Am 16.08.2017 fand die 2. Unternehmer-Werkstatt für das Nachhaltige Gewerbegebiet Fechenheim-Nord & Seckbach bei den Praunheimer-Werkstätten in der Wächtersbacher Straße 91 statt. Es waren über 40 Teilnehmer anwesend, die sich gemeinsam von 16:30 Uhr bis 21:00 Uhr über die zukünftige Gestaltung des Standortes austauschten. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Frankfurter Wirtschaftsförderung GmbH Herrn Oliver Schwebel, folgte eine Führung durch die Räumlichkeiten der Praunheimer-Werkstätten. Anschließend fanden im Plenum Vorträge und Diskussionen zu folgenden Themen statt:

  • Sinn und Zweck einer Standortinitiative am Standort: Vorstellung verschiedener Best Practice Beispiele u.a. UnternehmerNetzwerk Motzener Straße (Berlin), Seestern (Düsseldorf), WeilImPark (Stuttgart)
  • Ausgestaltung eines Unternehmensverzeichnis: Wie soll eine Gestaltung aussehen und welche Funktionen sollen genutzt werden?
  • Etablierung einer Wort- und Bildmarke für das Gebiet: Hierbei erfolgte die Vorstellung der Pitch-Ergebnisse und das Einholen eines Stimmungsbildes durch die Anwesenden
  • Bildung eines Strategieteams der Unternehmerschaft, welches fortan auch Entscheidungen zwischen den Unternehmer-Werkstätten treffen wird. Das nächste Treffen ist am 12.09.2017.

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